Es geht nicht darum, ein bisschen weniger konservativ und ein bisschen mehr liberal oder ein bisschen weniger liberal und ein bisschen mehr konservativ zu sein und irgendwo den Mittelweg zu finden. Das wäre das größte Missverständnis. Worum es wirklich geht, ist nicht die Frage, wie ich leben soll, sondern als Erstes wodurch ich leben soll. …
Wir werden als Erstes an die Schönheit und Liebe Gottes erinnert, daran, was er für uns getan hat. Und erst dann und erst auf dieser Basis kommt der Aufruf zur Veränderung und dazu, ihm [Gott] nachzufolgen. … Immer als Erstes die felsenfeste Versicherung, dass uns alles vergeben ist und uns nicht mehr von Gott trennen kann… und erst dann, als Zweites, folgt die Ermutigung, darauf zu reagieren und nach Gottes Willen zu fragen und mein Leben verändern zu lassen. …
[Gott] kommt als Erstes auf uns zu. Er schenkt uns als Erstes seine Liebe. Und alles, was wir tun, ist nur eine Reaktion darauf.
Christian Nowatzky, Pfarrer in Berlin